Eine Bauleitung bedeutet, die Überwachung und Koordination eines Bauprojekts von Anfang bis Ende. Eine zentrale
Aufgabe ist es, den gesamten Bauablauf zu planen, die Ausführung zu überwachen und die Einhaltung von Kosten, Qualität und Terminen sicherzustellen. Dies beinhaltet die Koordination aller am Bau
beteiligten Gewerke und Nachunternehmer sowie die Kommunikation mit dem Bauherrn und Fachplanern, die Kostenkontrolle und die Abnahme von Bauleistungen.
Eine Bauleitung kostet in der Regel 2 bis 5% der Baukosten, oder sie wird nach Stunden- bzw. Tagessätzen (400–800 €) oder im Rahmen
der HOAI (Leistungsphase 8) berechnet.
Baubegleitung heißt, einen kompetenten Partner an der Seite zu haben, der als unabhängiger Berater den Bauherren
unterstützt und zu festgelegten Terminen die Bauleistungen auf der Baustelle überprüft. Ein Baubegleiter steht dem Bauherrn mit Rat und Tat zur Seite. Die Kosten für eine Baubegleitung liegen bei 1
bis 2% der Bausumme, oder sie wird nach Stunden- bzw. Tagessätzen (400–800 €) abgerechnet.
Eine Baubetreuung übernimmt stellvertretend für den Bauherren die wirtschaftliche sowie die technische Betreuung und
entscheidet über die weiteren Vorgehensweisen bei einem Bauvorhaben. Ein Baubetreuer ist nach § 34c Abs. 1 Nummer 3 Unterpunkt b) Gewerbeordnung eine juristische oder natürliche Person, die
gewerbsmäßig in fremdem Namen und auf fremde Rechnung Bauvorhaben vorbereitet und durchführt. Die Tätigkeit als Baubetreuer bedarf der Erlaubnis der Gewerbeaufsicht. Die Kosten für eine
Baubetreuung variieren, liegen aber typischerweise zwischen 2 bis 5% der Bausumme, oder einer pauschalgebühr von ca. 3.000 bis 3.500 Euro für ein Einfamilienhaus. Ein alternativer
Abrechnungsmodus ist der Stundensatz, der etwa zwischen 120 € und 150 € liegt. Die genauen Kosten hängen vom Umfang des Projekts, der Komplexität und den vereinbarten Leistungen ab.